Weine von Markus Schneider

Weingut

Weinreben

Weinfeld-"Der Erste Hektar"

Der Kellerkünstler: Markus Schneider

Black Print (Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Dorsa, Syrah, Blaufränkisch)/©Andre Kunz - Pfalzweinfoto

Ursprung (Cabernet Sauvignon, Merlot, Porutgieser)/©Andre Kunz - Pfalzweinfoto

Tohu Wabohu (Cabernet Franc, Merlot, Cabernet Sauvignon)/©Andre Kunz - Pfalzweinfoto

Grauburgunder/©Andre Kunz - Pfalzweinfoto

Kategorie: ShowInSlider
Feinkost Käfer
Prinzregentenstraße 73
81675 München
Tel. 089/4168262
 
www.feinkost-kaefer.de
www.black-print.net

 

Ein Hektar, damit fing alles an. Ein Hektar, mehr nicht. Heute ist Markus Schneider einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Winzer und wohl der mit dem höchsten Wiedererkennungswert – ob persönlich als Pfälzer Stiernacken mit dem freundlichen Funkeln in den Augen oder eben „in der Flasche“, wo prägnante Etiketten mit außergewöhnlichen Namen ein originelles Versprechen liefern, von dem man weiß, dass es nur die Ouvertüre war, wenn man einmal einen Schneider-Wein genossen hat.

 

Schneider lebt noch immer in dem beschaulichen Pfälzer Ort Ellerstadt, wo seine Familie vor allem für den Obstbau bekannt war. Die wenigen familieneigenen Rebzeilen wurden nicht in eigenen Wein verwandelt, sondern unter anderem an das neu gegründete Weingut Heinrich Vollmer geliefert, das innerhalb weniger Jahre zu einem der größten deutschen Erzeuger aufstieg. Eine Erfolgsgeschichte, die der junge Schneider vor seiner Haustüre hautnah miterlebte. Mit 14 Jahren entschied er sich nach einem Schülerpraktikum beim benachbarten Wachenheimer Weingut Bürklin-Wolf endgültig für den Wein als Lebensinhalt und begann dort bald eine Ausbildung. Wer Markus Schneider kennt, weiß, wie begeistert und mitreißend begeisternd dieser Mann sein kann – und wohl schon immer war. Noch während seiner Lehrzeit investierten seine Eltern und seine Schwester Nicole die Familienersparnisse von 30.000 Mark und kauften ihm in Ellerstadt ein kleines Weingut, jenen ersten Hektar. Dass er quasi bei null anfangen konnte, weder auf Stammkunden noch auf tradierte Erwartungen Rücksicht nehmen musste, sah Schneider als Chance und zauberte daraus seine ganz eigene Erfolgscuvée: Er verzichtet auf die gängige kleinteilige Nennung von Weinbergen und Prädikatsstufen wie Kabinett oder Spätlese auf dem Etikett, gibt seinen Weinen stattdessen prägnante Namen und macht sie auf den ersten Blick im Weinregal erkennbar.

 

Hinter jeder kreativen Weinbezeichnung steht dabei eine eigene Geschichte. Mit Black Print (1) ging es los, einer mutigen Rotweincuvée aus fünf so unterschiedlichen Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Dorsa, Syrah und Blaufränkisch, die so schwarz wie Druckerschwärze aus der Flasche floss, der Name bot sich einfach an. Für seinen Ursprung (2) hat er neben Cabernet Sauvignon und Merlot auch Portugieser verarbeitet, eine Rebsorte, die von Portugal aus über den Balkan nach Deutschland kam und nicht gerade das höchste Renommee genoss, aber auf einer seiner ersten Parzellen wuchs, voller Kraft und Intensität. Schneider traute sich schnell seltene, oft alte Rebsorten zu und ließ sich dabei eher von internationaler Stilistik inspirieren als von der Tradition verhaften. Hauptsache, den Leuten schmeckte es, unkompliziert sollte es sein, zugänglich: Schon mit 18 Jahren tauchte Schneider als Jungwinzer mit seinem Kleinbus und seinen ersten Weinen auf Weinfesten und in Fußgängerzonen auf. Er sprach mit seinen Kunden von morgen, tauschte sich aus, erkundete Geschmäcker und Vorlieben. Er tingelte durch Dörfer und Städte und ging früh seinen ganz eigenen eigenwilligen Weg.

 

Manche meinen, Markus Schneider komponiere seine Weine wie ein Koch. Aber ist das nicht auch eine Kunst? Der Familienmensch Schneider (die Cabernet Sauvignon-Cuvée Tohuwabohu (3) mit Cabernet Franc und Merlot hat er seinem Sohn Nicolaus gewidmet, die Cuvée Hullabaloo aus Sauvignon Blanc, Chardonnay und Viognier seiner Tochter Josephine) hatte auch ein Stück Glück, denn in der eh schon klimatisch begünstigten Pfälzer Mittelhaardt ließ der Klimawandel nicht nur Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Shiraz und Merlot gedeihen, sondern auch trendige weiße Rebsorten wie Sauvignon Blanc und Chardonnay. Und Schneider zeigt mit seinen singulären Weißen, was er kann und immer schon konnte. Sein überraschender Grauburgunder (4) ist eine vielschichtige Komposition verschiedenster Lagen, Krumen, Höhen und Lesezeitpunkten. Sein Kaitui (die maorische Übersetzung für Schneider), ein Sauvignon Blanc in bester neuseeländischer Stilistik, mit sehr klarer Frucht und einem fast unendlichen Nachhall. Ein Wein, der Markus Schneider zum erfolgreichsten Sauvignon-Blanc-Produzenten Deutschlands machte.

 

Schritt für Schritt hat er in über einem Vierteljahrhundert seine Marke und sein Weingut ausgebaut, zuletzt einen flachen dunklen Betonriegel in die Pfälzer Landschaft gelegt – hochmodern in seinem technischen Innenleben und auch in seinem ästhetischen Purismus. Typisch Schneider eben. Der bewirtschaftet heute fast 100 Hektar RebsortenVielfalt und beschäftigt ein gutes Dutzend Festangestellte. Exportiert wird kaum etwas, fast aller Schneiderwein bleibt in Deutschland. Nur seine Ideen fl iegen manchmal über den Horizont, denn Markus Schneider macht liebend gerne Wein mit Freunden: mit Philipp Kettern am Josefsberg an der Mosel, mit Dirk van der Niepoort am Douro oder mit Danie Steytler junior in Stellenbosch – ein Füllhorn neuer Geschichten.

 

Käfer Die Zeitung - 5/2020

 

 

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