The Rock

 

Allein für dieses Restaurant würden wir direkt morgen ins Flugzeug nach Sansibar steigen. Das „The Rock“ thront mitten im Indischen Ozean auf einem etwa acht Meter hohen solitären Felsen vor der Westküste der afrikanischen Tropeninsel. Bei Flut schippert man mit dem Shuttle-Boot vom gegenüberliegenden Ufer oder direkt vom eigenen Hotel zum Zugangssteg. Oft genug zieht sich das Wasser mittags und abends aber so weit zurück, dass die wenigen Meter durch den Sand sogar zu Fuß zurückgelegt werden können. Eine aus Holzbohlen und -rundstäben gezimmerte Treppe führt dann hinauf zu einem einfachen weißen Häuschen mit Reetdach, das von grün-braunen Sträuchern eingerahmt wird. Auch innen hat man es spartanisch gehalten: Neben 15 Holztischen sind Frangipani-und Bougainvillea-Blüten die einzige Dekoration. Bis vor etwa zehn Jahren arbeiteten hier noch die hiesigen Fischer, bevor einige Einheimische auf die Idee kamen, den Urlaubern an dieser Stelle ein außergewöhnliches Lunch- oder Dinner-Erlebnis zu ermöglichen. In erster Linie wird – wie sollte es auch anders sein – Seafood zubereitet, allerdings nicht als Chichi-Sterneküche, sondern in Form authentischer Gerichte mit regionaltypischer Würze. So gibt es z. B. Fischcarpaccio an Kokossoße, hausgemachte Gnocchi mit Garnelen und sansibarischer Vanille oder geschmorten Hummer mit Couscous, Limette und Ingwer, der wenige Stunden vorher noch im Meer geschwommen ist. Ohne Reservierung hat man (wenn überhaupt) nur die Chance auf einen Cocktail auf der Terrasse, denn die 40 Plätze auf der Mini-Insel sind natürlich heiß begehrt.

 

Käfer - Die Zeitung 2/2020

 

 

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