Zero Motorcycles

Zero Motorcycle

On the road

E-Motorcycle

Zero Mototcycle
Albrecht Zweitad
Bäckerstraße 49
81241 München
Tel. 089/90175914
 
www.albrecht-motorrad.de
www.zeromotorcycles.com
 

 

Elektromobilität macht vor zwei Rädern nicht halt. Während Zero der Pionier der E-Motorras-Branche ist, wagt Harley Davidson nun auch eine der traditionsbewusstesten Marken der Elektrifizierung.

 

Steve McQueen, Hollywoods rennfahrender „King of Cool“, oder Fußball-Star David Beckham auf kräftezehrender Tour im Amazonasgebiet – Männer und Motorräder gehören zu den ikonischsten Bildern der Populär-Kultur. Und selbstverständlich mussten die Maschinen fauchen und brüllen, nach Öl und Benzin schmecken und am besten auch noch Feuer speien. Ob diese Zeiten bald völlig vorbei sind, kann noch niemand mit Gewissheit sagen. Tatsache ist aber, dass die Elektromobilität nach der Automobilbranche längst auch die Welt der Biker erreicht hat. Pionier unter den Herstellern von Elektromotorrädern ist Zero Motorcycles. „Zero ist der erste ernst zu nehmende Anbieter auf dem Markt“, bestätigt Michael Lenzen. Gerade erst habe man auf der Dortmunder Motorradmesse mit der Zero SR/S den ersten Tourensportler der Marke vorgestellt, so der erste Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Motorradfahrer. Begonnen hat alles vor gerade einmal 14 Jahren in einer Garage im kalifornischen Santa Cruz, wo Zero 2006 gegründet wurde. Damit ist Zero so etwas wie der Tesla der Motorradbranche. Heute hat das Unternehmen bereits vier ausgereifte Modellreihen, vom Sporttourer bis zur Enduro, im Angebot.

 

Der größte Zugewinn, den Elektro-Motorräder – und nicht nur die von Zero Motorcycles – in den vergangenen vier, fünf Jahren erfahren haben, ist, dass sie nun auch wie Motorräder aussehen. Wurde das Erscheinungsbild der E-Bikes früher vom mächtigen Akkublock geradezu schockierend dominiert, sodass die Fahrzeuge eher einem Notstromaggregat auf Rädern als einem Motorrad ähnelten, versteht man sich heute auf „ein sehr viel gefälligeres Design“, findet Lenzen. Bestes Beispiel ist die hier gezeigte Zero SR/F, ein Naked Bike im Stil eines klassischen Tourers, das ohne Frage eine richtig gute Figur macht. Nun geht es aber bei einem Motorrad, ob nun mit Verbrenner oder Elektromotor, nicht nur ums Aussehen, sondern vor allem auch darum, wie es sich fährt. Und da bestehen dann doch Unterschiede. Nicht etwa in Bezug auf Handling, Straßenlage oder Bremsverhalten. Nein, hier sind die leisen E-Bikes ebenso gut wie ihre lauten Ahnen. Der Elektromotor aber, der bekanntlich kein Getriebe kennt, überrascht selbst Biker, die bisher schon mit 150 PS oder mehr herausragend motorisiert waren. „Die Geschwindigkeitsentfaltung eines Elektromotors ist frappierend“, sagt Lenzen, der eine BMW K 1300 mit stolzen 173 PS fährt. Selbst diese Maschine aber vermittele nicht ein solches Beschleunigungsgefühl wie ein vermeintlich schwächer motorisiertes Elektromotorrad. Sehr anschaulich beschreibt die Leistung einer Zero auch Ralf Czaplinski.

 

„Einer meiner Kunden verglich sie mal sehr treffend mit einem Ritt auf dem fliegenden Teppich“, so der Country Manager Zero Motorcycles Deutschland. Denn ohne Kuppeln und Schalten fahre sich die Zero vibrationsfrei, geräuscharm und sehr weich, aber – und das sei wichtig – eben auch extrem kraftvoll. Auch das Argument der Traditionalisten, Elektromotorräder könnten keine Emotionen auslösen, könne durch die Testfahrt mit einer Zero entkräftet werden, ist Czaplinski überzeugt. „Selbst der hartgesottenste Biker vergisst – sobald er auf einer Zero sitzt – durch das unvergleichliche Fahrgefühl und die Kraft das vermeintlich fehlende Motorradfeeling eines Verbrenners. Fast alle Probefahrer kommen mit dem Zero-typischen Lächeln unter dem Helm zurück und haben vor lauter Begeisterung nichts vermisst.“ Und er könne versprechen, dass es nicht aufhöre, Spaß zu machen, so der Boss von Zero Deutschland. Und ebenso in Sachen Haltbarkeit überzeugt Zero. So weiß Lenzen von einem Kollegen zu berichten, der seit fünf Jahren alle anfallenden Fahrten mit einer Zero bewältige.

 

„Ob bei Sonne, Schnee oder Regen, ob täglich zur Arbeit oder in den Urlaub, der Mann fährt die Zero buchstäblich unter allen Umständen“, erzählt der Motorradexperte. Zudem sei der E-Biker deutlich sparsamer als jeder Motorradfahrer mit Verbrenner unterwegs. Und das liege nicht nur am Verbrauch, sondern gerade auch an der Wartungsarmut einen Elektromotors. Einzig bei der Reichweite ist Lenzen noch etwas skeptisch. „Mein Kollege spricht von knapp 100 km, was mir noch zu wenig wäre. 200 km sollten es schon sein.“ Bei einer nicht allzu aggressiven Fahrweise schaffen die aktuellen Zero-Modelle zwischen 180 und 200 km, so die Angaben von Zero Motorcycles. Daher dürfte heute mehr Reichweite drin sein, als Lenzens Kollege schafft. Immerhin liegen zwischen dessen Fahrzeug und den aktuellen Zero-Modellen fünf Jahre Zeit, die beim E-Motor per se nicht zuletzt auf die stete Weiterentwicklung der Akkus verwendet wurde. Und man darf wohl annehmen, dass Zero diese Zeit sehr gut genutzt hat.

 

Von Andreas Kötter

 

Käfer - Die Zeitung 2/2020

 

 

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