Der Holzveredler - Martin Goldhofer

Kunst rund um´s Holz - Martin Goldhofer
Wolfsgrubstraße 5
83700 Rottach-Egern
Tel. 08022/5716
 
www.kunstrundumsholz.de

 

Martin Goldhofers filigrane Holzarbeiten gehen um die Welt. Denn der Rottacher Drechsler beherrscht eine ganz besondere Kunst: die Fertigung von geschnitzten, hohlen Christbaumkugeln.


Eine große Drechselbank, zig verschiedene Dreh- und Schnitzeisen, ein hoher Stapel Holzbretter, Kartons mit fertigen Arbeiten und jede Menge Holzspäne – die Werkstatt von Martin Goldhofer ist „bumperlvoll“, wie der Rottacher lachend bestätigt. Der 54-Jährige ist Drechsler aus Leidenschaft. Aber keiner, der Schüsseln, Kerzenständer oder Treppengeländer fertigt, sondern Christbaumkugeln. Filigran durchbrochen und innen hohl – und das als Einziger weltweit. Darauf hat er beim Patentamt sogar einen Geschmacksmusterschutz angemeldet.


Auf die Idee zur hohlen Kugel sei er vor 20 Jahren beim Besuch einer Ostereier-Ausstellung gekommen, erzählt der gelernte Zimmermann. Was mit Eierschale klappt, müsse mit Holz ja allemal funktionieren. Gesagt, getan. Mit viel Geschick, Fingerfertigkeit und Geduld begann Martin Goldhofer erste Modelle zu fertigen, von denen einige als Erinnerung noch immer in seiner Werkstatt hängen. Mittlerweile produziert der passionierte Schnitzer bis zu 600 Kugeln im Jahr und verschickt sie in die ganze Welt. Erst kürzlich kam eine Bestellung aus Kapstadt. Ein ganz ordentliches Pensum für einen Hobby-Drechsler. Denn hauptberuflich führt der zweifache Familienvater mit seiner Ehefrau Martina ein Gästehaus in Rottach-Egern. Nachmittags

und abends findet man ihn jedoch meistens in seiner Werkstatt. Umgeben von lauter Radiomusik und dem Duft verschiedenster Hölzer dreht er hier zuerst die Rohlinge in eine hohle Form, bevor er zeichnet, vorfräst und schnitzt. Wenn die kleinen Kunstwerke dann fast fertig sind, kommt seine Ehefrau für den „Feinschliff“ ins Spiel, verziert sie mit einem Bändchen und notiert Herstellungsdatum und das Wetter an jenem Tag im Deckel. „Damit der Käufer ein Leben lang weiß, woher die Kugel stammt“, erklärt Martin Goldhofer.


Jede seiner Christbaumkugeln ist ein Unikat. Ob rund oder tropfenförmig, groß oder klein, mit oder ohne Holzfiguren, aus heimischem Zirbenholz oder australischen Banksia-Zapfen gefertigt. Und jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Heuer sind es etwa leicht gestauchte Kugeln, im letzten Jahr waren es flaschenförmige Anhänger. Aber auch Schmuckdosen mit Spiralmuster, Christbaumspitzen oder Nussknacker gehören mittlerweile zum Repertoire. Die Ideen kommen Martin Goldhofer meist beim Radfahren, auf Kunsthandwerkermärkten oder beim Stöbern in Krimskrams-Läden. „Hier kann ich mehr Zeit verbringen als jede Frau“, lacht er.


Etwa eineinhalb Stunden arbeitet der Drechsler an einer normalen Kugel, für große Exemplare benötigt er schon mal sechs bis sieben Stunden. Vor allem, wenn er Figuren oder Krippen hineinsetzt. Die schnitzt er jedoch nicht selbst, sondern bezieht sie aus einer kleinen Manufaktur im Grödnertal in Südtirol. Besonders beliebt sind seine filigran gearbeiteten Kugeln mit der Madonna Bavaria. Für die nehmen Kunden auch gerne längere Wartezeiten in Kauf. Denn damit muss man vor allem bei einer Bestellung in der zweiten Jahreshälfte rechnen. Dann konzentriert sich der Drechsler nämlich vorrangig auf die Produktion der Kugeln, die er auf ausgewählten Adventsmärkten präsentiert und dort auch verkauft (alle Markt-Termine unter www.kunstrundumsholz.de).

 

Besuch des Ausstellungsraumes nur nach telefonischer Voranmeldung!

 

 

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