Kurkuma

 
Eine Wunderknolle?
 

 

Kurkuma, die aus Südostasien stammende Gelbwurz, liegt im Trend. Nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel, das unter anderem gegen Krebs und Alzheimer vorbeugen soll. Ob das Wundermittel jedoch wie angepriesen wirkt, ist von der Forschung noch nicht einheitlich geklärt.

 

Kurkuma verleiht Currypulver seine charakteristische, ockergelbe Farbe und wird als Färbemittel z. B. in Margarine, Senf oder Wurstwaren eingesetzt. Verantwortlich für die Farbe ist der Farbstoff Curcumin, der gegen Alzheimer, Krebs und durch seine anti-entzündlichen Eigenschaften auch gegen chronische Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa vorbeugen soll. Aus Laborversuchen geht zwar hervor, dass Curcumin krebshemmende Effekte haben oder die Ablagerung von Eiweißkomplexen im Gehirn unterbinden kann, die möglicherweise einen Anteil an der Entstehung von Alzheimer haben. Ob sich die bisherigen Laborversuche und tierexperimentellen Studien auf den Menschen übertragen lassen, bleibt jedoch noch fraglich.

 

Ein Problem ist etwa die geringe Wasserlöslichkeit von Curcumin, das deshalb schwer in den Mengen über den Darm aufgenommen werden kann, die gesundheitsfördernde Effekte entfalten könnten. Selbst wenn Curcumin als Teil von Currypulver zusammen mit Nahrungsfett und anderen Gewürzen in den Darm gelangt und so besser im Körper aufgenommen werden kann, bleibt das Problem, dass der Stoff über die Leber schnell wieder ausgeschieden wird. Aktuell wird geforscht, wie man eine bessere Bioverfügbarkeit von Curcumin erzielen kann. Unbestritten ist die Wirksamkeit von Kurkuma jedoch bei leichten Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl. Denn die Inhaltsstoffe von Curcumin führen dazu, dass mehr Gallensäuren ausgeschüttet werden, die Fett verdaulich machen, indem sie Nahrungsfette binden.

 

Käfer Die Zeitung - 5/2018

 

 

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