Zahnimplantate

Knochendefekt bei Implantatsetzung

Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial und Membran

Querschnitt Implantat und Knochenaufbau

Knochenersatzmaterial vollständig in eigenen Knochen umgebaut

Zahn im Zahnfach

Replantiertes TMC Zahnsegment zur Knochenregenerationssteuerung

Komplette Knochenregeneration unter Erhalt der Kieferkammbreite und der befestigten Gingiva

Idealvoraussetzungen für ein Implantat in natürlichem Knochen mit perfekter roter und weißer Ästhetik

Mundimplantat

Dr. med. dent. Tilo Bartels/©FEE PETRUS

Praxis für Zahnheilkunde
Dr. med. dent. Tilo Bartels
Theatinerstraße 47/Betten Rid Haus
80333 München
Tel. 089/299991
 
www.dr-bartels.de

 

Seit über 50 Jahren hat sich die Implantologie als erfolgreiche, sichere und wissenschaftlich fundierte Therapie in der Zahnheilkunde etabliert. Mit Zahnimplantaten lassen sich auch hochkomplexe Probleme der Zahngesundheit ästhetisch, effektiv und nachhaltig behandeln. Sie geben unabhängig vom Lebensalter Selbstsicherheit und Lebensqualität zurück. Der Münchner Zahnarzt Dr. med. dent. Tilo Bartels, Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und Vizepräsident des IAPI e.V., gibt Einblicke in die Welt der Implantologie und die Bandbreite ihrer innovativen Möglichkeiten.

 

Die Funktion eines Implantates ist schnell erklärt: Als operativ in den Kieferknochen eingepflanzte künstliche Zahnwurzel trägt es den Zahnersatz u. a. in Form von Kronen, Teleskopen, Stegen oder Wurzelkappen (Locatoren). Natürlich steht der Erhalt der eigenen Zähne immer im Vordergrund, jedoch gibt es viele Probleme der Zahngesundheit, bei denen es wichtig ist, sich rechtzeitig für den Ersatz der betroffenen Zähne durch Zahnimplantate zu entscheiden. Etwa wenn die Parodontitis (Zahnbettentzündung) einen zu hohen Knochenverlust verursacht hat, die kariöse Zerstörung der Zahnhartsubstanz zu weit fortgeschritten ist, die Zahnwurzel gebrochen ist, der Zahn durch einen Unfall verloren gegangen ist oder sich die Zähne durch Überlastung unter einer Brücke oder Prothese stark gelockert haben. Die richtig geplante Implantation ist dann die effektivste Behandlungsmethode für sichere, belastbare, Knochen erhaltende und ästhetische Ergebnisse.

 

Zahnimplantate müssen sorgfältig geplant werden

Entscheidend ist, dass vor der Zahnentfernung mit dem Implantologen besprochen wird, welche Versorgung erfolgen soll. So lässt sich bei einwurzeligen Zähnen oft sofort gemeinsam mit der Zahnentfernung ein Implantat setzen und mit einer Interimskrone versorgen. Dadurch bleiben das knöcherne Zahnfach und vor allem auch die Zahnfleischarchitektur erhalten. Wird der Zahn gezogen und erst Monate später die Planung erstellt, hat der Körper in seiner ergonomischen Art bereits den nicht mehr genutzten – da nicht mehr zahnwurzeltragenden – Kieferknochen und den für die rote Ästhetik wichtigen Faserapparat des befestigten Zahnfleisches abgebaut. Auch wenn alle restlichen Zähne eines Kiefers entfernt werden müssen, gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die Praxis am Abend wieder mit einer nicht herausnehmbaren Interimsbrücke zu verlassen. Diese Methodik nennt sich z. B. SKY fast & fixed von bredent medical. In jedem Fall wird nach der Implantation eine provisorische Versorgung eingegliedert, sodass kein Patient die Praxis ohne Zähne verlassen muss.

 

Die gesteuerte Knochenregeneration bei Kieferknochenabbau

Unsere Zähne sind über die Fasern des Zahnhalteapparates, die die Verbindung zwischen Zahnfach und Wurzelhaut herstellen, wie über Zugfedern im Knochen aufgehängt. Diese Zugspannung verstärkt den Knochen entlang der Belastungslinien. Auf Druck jedoch reagiert der Kieferknochen mit Abbau. Fehlen die Zähne also schon länger und hat der Druck einer Prothese den Kieferknochen weiter abgebaut, so ist für die Implantatsetzung oftmals ein Knochenaufbau erforderlich. Die gesteuerte Knochenregeneration (GBR) ermöglicht dem Implantologen, verloren gegangenes Knochengewebe wieder aufzubauen. Seit über 25 Jahren kann damit in der Oralchirurgie wissenschaftlich fundiert und zuverlässig Knochen durch das Zusammenspiel von Knochenersatzmaterial, Eigenknochen und einer darüber gespannten Schutzmembran nachgezüchtet werden. Die Schutzmembran wirkt wie ein Gewächshaus, das den langsam nachwachsenden Knochen vor dem schnell wuchernden Bindegewebe und den Einflüssen der Mundhöhle schützt. So können auch bei bereits eingetretenem Knochenverlust künstliche Zahnwurzeln eingepflanzt und später mit stabilem, ästhetischem Zahnersatz versorgt werden.

 

Das Tissue Master Concept

Seit einiger Zeit hat sich unter Spezialisten ein weiteres innovatives Vorgehen etabliert, um den Knochenaufbau mit den natürlichen Ressourcen und der Energie des Körpers eigenständig und ohne künstliches Ersatzmaterial anzukurbeln: das Tissue Master Concept (TMC). Durch das gesteuerte Hinausziehen (forcierte Extrusion) der Zahnwurzel des zu entfernenden Zahnes und das Wiedereinsetzen (Replantation) von Zahnsegmenten gelingt es hierbei, das Zahnfach und das Weichgewebe bestehen zu lassen und die körperlichen Kräfte zur Knochenneubildung zu mobilisieren. Das Verfahren ist besonders schonend und erreicht ebenso wie die Behandlung mit Knochenersatzmaterial langzeitstabile Ergebnisse.

 

Käfer Die Zeitung - 5/2018

 

 

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