Brustkrebs

V.l. Benigna Uphus, Dr. Thomas Hilbertz und Dr. Edith Tschöpel

DIE RADIOLOGIE
Brust-Diagnostik im Mammazentrum München, Prinzregentenplatz 13,
u. Diagnostisches Mammazentrum Unterföhring, Feringastraße 10b,
Tel. 089/5505960
 
<www.die-radiologie.de/a>

 

Wir sprechen mit Dr. med. Thomas Hilbertz, Spezialist für Mamma-Diagnostik der Münchner Praxis DIE RADIOLOGIE und programmverantwortlicher Arzt der Screeningregion München Nord im Deutschen Mammographie-Screening-Programm.

 

Dr. Hilbertz, welche Möglichkeiten der Brustkrebsvorsorge gibt es?

 

„Um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen, sollten Frauen ihre Brust und Achselhöhlen regelmäßig abtasten und die Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrnehmen. Die WHO empfiehlt das sogenannte Screening, also regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung, für alle Frauen ab 40 Jahren. Als wichtigste diagnostische Methode im Rahmen der Früherkennung gilt nach wie vor die Mammographie. Aber auch die innovative Weiterentwicklung der Mammographie, die Tomosynthese, gewinnt immer mehr an Bedeutung: Hierbei werden – bei nur geringfügig höherer Strahlenexposition als bei der Mammographie – Schichtbilder der Brust errechnet. Gerade kleine Karzinome können so deutlich besser sichtbar gemacht werden. Für sehr junge Frauen ist die Ultraschalluntersuchung der Brust zur Erstabklärung die Methode der Wahl. Bei unklaren Befunden liefert auch die Kernspintomographie (MRT) sehr präzise Ergebnisse, ganz ohne den Einsatz von Strahlung. Welche diagnostische Methode individuell zu empfehlen ist, hängt u. a. auch von der Dichte des Drüsengewebes, der Lage und Größe der Veränderung sowie anderen, individuell oft sehr unterschiedlichen Faktoren ab.“

 

Wie häufig ist Brustkrebs denn wirklich?

 

„Mit jährlich rund 75.000 Neuerkrankungen ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste weibliche Tumorerkrankung. Das bedeutet konkret: Mehr als jede achte Frau ist betroffen. Doch dank qualitativ stark verbesserter Vorsorgeuntersuchungen und innovativer Therapieformen liegt die Heilungsrate für Brustkrebs nach neuesten Studien derzeit bei über 90 Prozent! Eine wesentliche Voraussetzung dafür sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durch ausgewiesene Spezialisten. Generell ist Früherkennung die beste Möglichkeit, Leben zu retten, aber auch um unangenehme und belastende Therapien auf ein Minimum zu reduzieren.“

 

Welche Qualitätskriterien sind wichtig für Patientinnen?

 

„Ein umfassendes diagnostisches Angebot mit modernster technischer Ausstattung ist ebenso wichtig wie die Erfahrung und Kompetenz des befundenden Arztes. Das alles kann am besten in spezialisierten Zentren geleistet werden. Welche Untersuchungen in welchem zeitlichen Abstand erfolgen, sollte an das individuelle Risikoprofil der Patientin wie z. B. familiäre Vorbelastungen oder andere Vorerkrankungen angepasst werden.“

 

Was erachten Sie darüber hinaus als essenziell?

 

„Über die gebündelte Kompetenz in der Diagnostik hinaus ist es uns Ärzten wichtig, für die Patienten beratender Partner auf Augenhöhe zu sein: eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, sich Zeit zu nehmen, Fragen zu beantworten und die Diagnose genau zu erklären.“

 

 

 

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