Bayerwaldresort Hüttenhof

©Günter Standl

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©Michael Huber

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©Karl-Heinz Schoppa

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Bayerwaldresort Hüttenhof
Hobelsberg 23
94143 Grainet
Tel. 085850/96050
 
www.hotel-huettenhof.de

 

Ja, selbst im Bayerischen Wald, dessen Atmosphäre jeder zu kennen glaubt, gibt es noch Orte von überraschender Schönheit: Auf dem Haidel bei Grainet reicht der Blick weit nach Böhmen hinein, hinüber ins Mühlviertel und hinaus zur Donauebene. Bei Föhn und klarer Luft sieht man die Alpen am Horizont. Man wird ganz still bei diesem Panorama, und ruhig wird man auch. Außer, man ist Hotelier im Bayerwald, dann hat man beim Blick gen Österreich in den letzten Jahrzehnten gerne mal die linke Augenbraue gelupft, mindestens. Der politische Wille, die staatliche Förderung, das Verhalten der Tourismusbehörden und der Banken: Alles war bei unseren südlichen Nachbarn darauf ausgerichtet, dem Tourismus einen immensen Schub zu verleihen. Bei uns hat sich das erst in den letzten Jahren entwickelt. Und, ganz ehrlich: Neben den deutlich verbesserten Rahmenbedingungen steckt oft auch ein Generationswechsel dahinter, gerade bei den Hoteliers.


Das Denken hat eine neue Richtung genommen. Manchmal braucht das einfach seine Zeit. Während viele im Grant verharrten, hat die Familie Paster unterhalb des Haidel-Gipfels aus dem einstigen Wanderhotel ein ganzes Bayerwaldresort geschaffen, das nach der letzten Erweiterung auf zwei starken Beinen steht: Neben dem Bergdorf Hüttenhof mit seiner zwei Handvoll Waldglashütten-Chalets glänzt das Stammhaus nun mit einem über 3.000 qm großen Wellnessbereich und neuen Suiten und Zimmern zum Zungeschnalzen. Gut beraten, möchte man als erfahrener Reisender vorschnell meinen. Und dass man sie in ihrer zuweilen wortkargen Beharrlichkeit gerne mal unterschätzt, scheint den Pasters ganz recht zu sein. Doch tatsächlich pflegt die Familie eine selten gewordene Tugend: Sie können gut zuhören, vor allem ihren Gästen. Und für die ist es ein Glück, dass Helmut Paster Senior dem Junior sein Gespür für Trends vererbt hat. Der sanfte Generationswechsel bei den Pasters ist kein Hakenschlag, sondern eine Verdoppelung der Stärke.


Schon zur Jahrtausendwende stellte der Senior auf Hackschnitzelheizung um, einige Jahre bevor dies en vogue wurde. 2010 wurde beherzt das Chalet-Dorf errichtet. Und man mag es kaum glauben: Damals gab es im ganzen Alpenraum gerade mal ein halbes Dutzend davon. Der Junior hätte als Küchendirektor in der Ferne eine schöne Karriere machen können, aber der Familiensinn war stärker, und er führt den Familienbetrieb fort, würzt ihn mit einer Prise Weltläufigkeit. Als Kochkünstler zaubert Helmut Paster junior gerne mit liebevoller Raffinesse und regionalen Genüssen Wild, Kalb oder Bachsaibling, worüber sich die Chaletbewohner und die Hotelgäste gleichermaßen freuen. Als Hotelier hat er verstanden, wofür dieses Haus mit seinen zwei Standbeinen eigentlich stehen kann.


Die nächsten Golfplätze sind nicht weit und auch zu den Skibergen ist es keine Weltreise. E-Biken, Wandern oder Langlaufen, jede entspannende Aktivität ist hier möglich. Aber vor allem ist dieser Ort oberhalb von Grainet – ein Refugium. Der Blick, die Ruhe, die Abgeschiedenheit. Bei den Pasters findet man die Privatsphäre, die man sucht: auf rustikal-luxuriöse Weise in den Chalets, auf modern-luxuriöse Weise kultiviert im Hotel. In den neuen Luxussuiten und Wohlfühlzimmern wird die Zeit zu zweit mit charmanten Schmankerln garniert, wie einem freistehenden Whisper-Airpool, Regendusche, Effektkamin, übergroßen Betten oder gar Himmelbetten, und häufig einer eigenen Sauna. Apropos übergroß: Die neuen Wohlfühlzimmer „Liebeszauber“ starten bei 53 qm, das ist Junior-Suiten-Niveau, mindestens.


Das – mit Verlaub – funkelnde Juwel des Hauses ist der neue Wellnessbereich mit seinen Ruheräumen. Eigentlich sind es mehrere kleine Spa-Welten auf verschiedenen Ebenen. Behaglichkeit trifft Panorama. Stil begegnet Wohlgefühl. Vorbei die Zeiten, als Wellness in den meisten Hotels im Souterrain oder auf der Bergseite verstaut wurde. Der Sky SPA begeistert mit der Panoramasauna, dem Panoramaruheraum und der wunderbaren Terrasse, der Natur SPA mit seinen individuellen Massagen, Körperbehandlungen und Beautyanwendungen, dazu Highlights wie dem bezaubernden Infinity-Pool, der Farblicht- Biosauna oder dem Aroma-Dampfbad. Eine selbstbewusste Sinfonie aus Wasser,Wärme und Ruhe. Eingebettet in moderne Architektur mit viel Altholz, Stein und Glas. Fern von Alpenkitsch und Bayerwaldbarock. Die Pasters haben mal wieder ihr Gespür für Trends bewiesen und ihren feinen Sinn für ihre Gäste. Wald mit Weitblick. Das muss man gesehen haben.

 

 Käfer - Die Zeitung 5/2017

 

 

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