Kormaran K7

Kormaran auf dem Wolfgangsee

Cockpit

Transformation per Knopfdruck

Fliegen

Fahren

Gleiten

Atemberaubend

Rückansicht Detail

Cockpit Detail

Knopf Detail

Tragflächen

Frontansicht Detail

 

Die neue Bootsklasse


So spektakulär und vielseitig wie der KORMARAN K7 ist wohl kaum ein zweites Wasserfahrzeug. Die Hightech-Schöpfung aus österreichischer Manufaktur vereint zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten.


Auf den ersten Blick wirkt der Kormaran K7 wie ein Gefährt aus einem Science-Fiction-Film. Tatsächlich aber ist das mit „Boot“ eigentlich viel zu profan betitelte Gefährt keine Erfindung der Trick-Spezialisten aus der Traumfabrik Hollywood, sondern ein zwar einzigartiges, nichtsdestotrotz aber auch voll alltagstaugliches Gefährt. Schon die Namensgebung hat es in sich. Und nein, es handelt sich hier nicht um einen Tippfehler. Vielmehr ist Kormaran ein Kunstwort, das mit den Begriffen Katamaran und Kormoran sowie mit dem Eigennamen Kormann spielt. Die Kormanns, das sind Dr. Oliver Kormann und seine Ehefrau Jutta Kormann. Gemeinsam haben sie vor einigen Jahren in Salzburg die Kormaran GmbH gegründet. Oliver Kormann ist studierter Physiker mit einer lebenslangen Passion für den Segelsport sowie ehemaliges Mitglied des österreichischen Segel-Nationalteams. „Seit ich elf Jahre alt bin, segle und tauche ich“, sagt er. „Wasser ist mein Element.“ Und auch für Ehefrau Jutta – sie ist Betriebswirtin und regelt die Finanzen im Unternehmen – bedeuten Wasser und Meer vor allem eines: „Freiheit“. Eine Freiheit, die nun noch größer wird, da der Kormaran K7 viele Boote in einem ist – etwa Ein-Rumpf-Speedboot und Bade-Yacht, Katamaran und Trimaran – und sich so für verschiedenste Einsatzzwecke eignet.


Wie so oft in der Geschichte, wenn aus einer Notlage oder einem Zufall heraus fast beiläufig eine große Entwicklung angestoßen wurde, war auch die Geburtsstunde des Kormaran K7 einem einzigen, kurzen Gedankenblitz geschuldet. 2007 war das, als die Kormanns nach einem Segeltörn zum Anlanden auf den Jungfern-Inseln in ein kleines, wenig vertrauenerweckendes Beiboot wechseln mussten. Beinahe hätte das Ehepaar damals in der rauen See ein unfreiwilliges Bad genommen. In diesem Augenblick habe er erstmals daran gedacht, dass es doch möglich sein müsse, „ein Wasserfahrzeug zu entwickeln, das die Vorteile verschiedener Bootsklassen in sich vereint, die negativen Aspekte aber ausschließt“, erinnert sich Oliver Kormann an die Geburtsstunde des Kormaran K7. Noch aber sollte es einige Jahre dauern, bis das Boot die Gestalt annehmen sollte, die der Kormaran K7 heute hat. „2009 waren die Gedankenspiele so weit gediehen, dass wir eine Basis für unser Unternehmen suchen konnten“, sagt Kormann. „Meine Heimatstadt Salzburg bot die perfekten Bedingungen für unser Projekt. Und in den folgenden Monaten entwickelten wir die notwendigen Patente, stellten Businesspläne auf und führten Marktstudien durch.“ Der Kormaran K7, das Resultat all dieser Anstrengungen, ist ein Wasserfahrzeug, das in dieser Form tatsächlich einzigartig sein dürfte. Jutta Kormann wirft noch einmal den Begriff „Freiheit“ in die Diskussion. „Der Kormaran gestattet es mir, mich auf dem Wasser überall dorthin zu bewegen, wohin es mich treibt, weil er seine Form jederzeit meinen Bedürfnissen anpassen kann.“ So ist der K7 dank seiner ausgeklügelten Transformationstechnik schon ab einer Wassertiefe von nur 30 Zentimetern einsatzbereit. Eine unliebsame Erfahrung wie einst auf den Jungferninseln wäre den Kormanns also erspart geblieben, hätte es ihn damals schon gegeben. Und einmal auf See wird aus einer früher oft wenig kommoden Bootspartie, wenn der Rumpf immer wieder auf die Wellen prallt, nun dank dem per Knopfdruck zu aktivierenden Tragflächenmodus ein Gleiten, ja ein „Fliegen“ über die Wasseroberfläche, schwärmt Oliver Kormann.


Technische Überlegenheit ist aber nur ein Aspekt, der den K7 so besonders macht. Der andere, für die Kormanns ebenso wichtige, ist der der Nachhaltigkeit. So setzt man bei den Baustoffen etwa auf ein Monocoque aus Carbonfaser, „eins der größten je konstruierten Carbon-Monocoques überhaupt“, so Kormann, und auf Aluminium aus dem Flugzeugbau. Das spart Gewicht und damit wiederum Energie und Treibstoff. Auch das edle Teakholz für das Bootsdeck steht für Leichtbauweise, stammt vor allem aber aus nachhaltigem Anbau. „Teak ist ein wunderbares Holz, das es aber behutsam zu behandeln gilt“, warnt Jutta Kormann. „Wir arbeiten mit einem Zulieferer, der zertifizierte, umweltschonende Plantagen unterhält und Verschnitte auf ein Minimum reduziert.“ Auch der Standort Salzburg hat mehr als nur idealistische Bedeutung. „Wir haben viele Standorte miteinander verglichen, und Salzburg ist für uns der Platz, an dem wir gute Bedingungen für innovative Menschen gefunden haben.Wenn wir alles in Osteuropa oder China produzieren lassen, verkaufen wir hier unsere Zukunft“, so Oliver Kormann vor einiger Zeit gegenüber einer österreichischen News-Website. Man setze gezielt auf eine „Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region und mit europäischen Ländern“. Kormann nennt es gar seine „Vision und Mission“, wenn er sagt: „Unsere fortschrittlichen Technologien sollen eine Investition in die Zukunft dieser Regionen und der Menschen sein, die dort leben.“ Diese Haltung hat ihren Preis. Annähernd eine Million Euro kostet der Kormaran K7, der bei der Monaco Yacht Show und der Dubai International Boat Show bereits für großes Aufsehen sorgte, sodass einer Erfolgsstory kaum etwas im Wege stehen dürfte. Im Gegenteil: Die Kormanns denken bereits über eine kleine Kormaran-Modellfamilie nach, zu der selbstverständlich auch eine Hybrid- bzw. Elektro-Motor-Variante zählen würden.


Von Andreas Kötter

 

 

 

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