Die Schwalbe

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Das Kultmoped ist zurück!


Zwischen Nostalgie und Hightech: Die DDR-Schwalbe ist legendär. Nach langer Produktionspause startet sie jetzt mit modernem E-Motor in eine neue Zukunft. Eine Probefahrt.


Nichts knattert, nichts riecht, nichts raucht mehr … Das Erfolgs-Moped Schwalbe kehrt als Elektro-Version auf die Straßen zurück. Nachdem der einstige Fabrikant Simson vor 30 Jahren die Produktion und den Verkauf einstellte, kommt es in diesem Sommer mit neuem Hersteller, neuer Ausstattung und umweltfreundlichem Antrieb erneut auf den Markt. Die Münchner Firma Govecs, die seit 2009 auf Leichtfahrzeuge mit Elektroantrieb spezialisiert ist, hat sich dem Relaunch des beliebten DDR-Gefährtes angenommen. Und wir haben sie schon einmal getestet. Vor Ort sticht sie uns gleich ins Auge – ein strahlendes, himmelblaues Modell mit den Schwalbe-typischen Merkmalen: runder Scheinwerfer, übergroße Reifen mit fahrradähnlichen Speichen und ein geriffeltes Heckteil. LED-Lichter und drei Fahrmodi („Eco“, „Power“ und „Cruise“), die sich über das Display einstellen lassen, sind neu hinzugekommen. Und ein bisschen markanter, größer und schwerer (ganze 120 kg) ist das Kultmoped geworden. Wir lassen uns von PR-Manager Daniele Cesca kurz in die Technik einweisen, dann heißt es „Helm auf und los geht’s!“ zu unserer kleinen Tour durch die Münchner Innenstadt.


Ungewohnt im ersten Moment: die E-Motorcharakteristische Geräuschlosigkeit und die schnelle Beschleunigung von 0 auf 45 km/h in nur knapp fünf Sekunden. Möglich macht dies das ultra-moderne Antriebssystem, das zusammen mit dem Unternehmen Bosch entwickelt wurde, ebenso wie das hochwertige LCD-Display am Lenker mit Angaben zu Uhrzeit, Akku und Geschwindigkeit. Immer wieder während der Fahrt bemerken wir die Blicke der Passanten, Auto- und Radfahrer, die teils nostalgische Gefühle, teils Neugierde, teils Begeisterung widerspiegeln. Die neue Schwalbe sorgt für Aufmerksamkeit, so viel ist sicher. Und macht Spaß. Denn dank des schnellen Startens, der präzisen Geschwindigkeitskontrolle, der ruhigen Straßenlage und einer superleichten Steuerung garantiert sie selbst im dichten Stadtverkehr ein entspanntes Fahrvergnügen. Und das mit einer Reichweite von mehr als 100 km bei konstantem Tempo von 45 km/h. Ist der Akku mal leer, geht es mit dem integrierten, fünf Meter langen Kabel zum Aufladen an die herkömmliche Haushaltssteckdose. Nach eineinhalb Stunden sind bereits 50% der Batterie aufgeladen, die vollständige Ladung dauert rund fünf Stunden und kostet etwa einen Euro.


Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich per Online-Konfigurator auf der Firmen-Website seine ganz eigene Schwalbe zusammenstellen. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Designund Technikoptionen sowie fünf Farbvarianten (Gelb, Grün, Blau, Schwarz, Weiß) und verschiedene Specials, wie etwa das ABSSystem. Günstig ist der Kauf allerdings nicht, die Basis-Version inklusive einem Akku kostet 5.390 €. Ein stolzer Preis, der sich jedoch durch die moderne und umweltfreundliche Technik, die hohe Qualität und die Produktion in Europa rechtfertigt. Außerdem bekommt jeder Kunde einen ganz besonderen Service gratis hinzu: Für die jährliche Inspektion oder anfallende Reparaturen kommt der Mechaniker persönlich zum Kunden nach Hause. Nervige Werkstattbesuche sind damit passé. Wir sind begeistert!


Von Nathalie Hoffmann

 

 

 

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