Namaste

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Wo liegt das Geheimnis in der Erfolgsgeschichte des Yoga, das Ruhe und Energie gleichermaßen verspricht?

Yoga hat eine jahrtausendealte Tradition. Als eine der sechs klassischen Schulen der indischen Philosophie ist es in seinen verschiedenen Formen äußerst komplex. Aber schon der Sanskritbegriff „yoga“ (anjochen, zusammenbinden, anspannen) beschreibt das Ziel der indischen Lehre geistiger und körperlicher Übungen, nämlich die Vereinigung mit dem Bewusstsein, dem Höchsten, dem Göttlichen. Seit seiner Entstehung entwickelt sich Yoga kontinuierlich auf der ganzen Welt weiter und passt sich der aktuellen Zeit an. Seine ganzheitliche Wirkung, nämlich die nachweislich positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und auf das seelische Wohlbefinden, machen den Erfolg aus.


Yoga ist fast schon unheimlich, vor allem unheimlich vielfältig. Es löst innere Blockaden, weckt körpereigene Energien und trägt zur Entschleunigung bei. Die bewusste und tiefe Atmung lässt den Alltag ausblenden, schärft unser Bewusstsein, schafft ein besseres Körpergefühl und optimiert die eigene Wahrnehmung. In Kombination mit den Körperdrehungen werden die Organe angeregt, die Hormondrüsen stimuliert und mehr Sauerstoff in die Zellen gebracht. Das hilft dem Körper, Giftstoffe auszuscheiden. Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit und Verspannungen, sogar Migräne bessern sich genauso wie stressbedingte psychische Störungen, sogar Frühjahrsmüdigkeit vermag es erfolgreich zu vertreiben.


Auch wichtig: Yoga hilft uns, Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind – uns selbst ebenso wie unsere Mitmenschen. Indem wir unsere persönlichen Grenzen ausloten, lernen wir, auch unsere Schwächen einzugestehen. Oft liefert es den nötigen Denkanstoß, den eigenen Lebensentwurf zu hinterfragen und zu schauen, was einen wirklich glücklich macht.


Manche beginnen in einer Lebenskrise, manche versuchen ihren Alltagsstress abzuschütteln – aus gutem Grund, denn Yoga stärkt die Psyche, hilft bei Ängsten und Depressionen, schenkt uns Energie und Glücksgefühle, und es ist nie zu spät, damit anzufangen – unabhängig vom Alter, dem Fitnessgrad oder der Körperform. Yoga ist unvergleichlich. Man trainiert es nicht, um anderen zu imponieren oder mit dem Mattennachbarn zu wetteifern, sondern um sich selbst zu beeindrucken. Und so erreicht man nicht größtmögliche Flexibilität, wie es vielleicht vermutet wird. Das Ziel ist maximale Stabilität, der Gewinn die Sensibilität dem eigenen Körper gegenüber. Dabei muss man nicht sämtliche Elemente eines überzeugten, asketisch lebenden Yogis oder Gurus übernehmen, aber ein bisschen „Om“ tut uns allen gut – auch wenn am Ende der Stunde nur die innere Stimme bereit ist, mitzusingen. Das stimmige Gefühl von Zufriedenheit und Ausgeglichenheit macht sich dennoch in uns breit. Und begleitet uns den Rest des Tages, mindestens. Namaste!

 

 

Die Stile

Yoga ist äußerst vielfältig, was oft für Verwirrung sorgt. Deshalb geben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die verschiedenen Stile. Die vier Grundpfeiler, „Asanas“ (Körperhaltungen), „Pranamayas“ (Atemtechniken), Meditation und Entspannung, begleiten jede Yoga-Stunde, egal welcher Stilrichtung. Die unterschiedlichen Schwerpunkte sind entscheidend: Dafür werden – abhängig vom Stil – z. B. die „Asanas“ für eine bestimmte Zeit gehalten oder als dynamische Bewegungsreihe synchron mit dem eigenen Atemrhythmus mehr oder weniger zügig absolviert, die Abschlussmeditation länger oder kürzer gehalten, Musik während der Stunde gespielt oder Mantras wiederholt. Hinterfragen Sie selbst: Bevorzuge ich es dynamisch oder ruhig, traditionell oder modern? Und ganz entscheidend: Passt die spirituelle oder die weltliche Ausrichtung besser zu mir?

 

Hatha-Yoga

Der Klassiker und die Wurzel aller Yogaformen. Ziel ist es, Muskeln, Sehnen und Bänder zu kräftigen und zu dehnen, den Kreislauf anzuregen und ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist herzustellen. Da die einzelnen Positionen länger gehalten werden, eignet sich der Stil gut für Einsteiger, die Yoga von Grund auf lernen wollen.

 

Iyengar-Yoga

Eignet sich besonders für Einsteiger und Personen mit Vorerkrankungen, die gleichzeitig wenig spirituelle Inspiration erwarten. Die genaue Ausführung der einzelnen Positionen steht im Vordergrund, eingesetzte Hilfsmittel wie Blöcke und Gurte erleichtern die Übungen.

 

Kundalini-Yoga

Die spirituelle Yoga-Variante vereint Körperübungen mit Entspannungstechniken, Mantragesängen und Meditation. Mithilfe der Haltungen und der Atmung wird die eigene Körperenergie aktiviert. Wer sich hierfür entscheidet, sollte offen sein für Spiritualität und Atemtechniken.

 

Jivamukti-Yoga

Sprich: „Dschiwamukti“ hat seinen Ursprung in den USA und die Befreiung der Seele zum Ziel. Die typischen Yoga- Positionen werden mit Musik begleitet, daneben werden Sanskrit-Texte gesungen. Noch eine Besonderheit: Der Yoga-Lehrer korrigiert die Positionen seiner Schüler aktiv. Esoterik-Fans sind hier willkommen!

 

Bikram-Yoga

Der heiße Tipp unter den Yogastilen, geeignet für Frostbeulen und Saunafans. Eine Serie von Asanas aus dem Hatha-Yoga wird in einem 38 bis 40 Grad warmen Übungsraum absolviert. Die Hitze macht Muskeln und Sehnen geschmeidig und unterstützt den Körper beim Entgiften.

 

 

Jetzt sind Sie hoffentlich einen Schritt weiter und bereit, sich mit der Wahl des Studios und des Lehrers zu befassen. Probestunden sind in den meisten Studios auf Anfrage möglich!

 


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