Von München bis ans Ende des Universums

25.03.2010 15:54 Alter: 8 yrs
Deutsches Museum
Museumsinsel 1
80538 München
Tel. 089/2179/1
 
www.deutsches-museum.de

 

Das Planetarium des Deutschen Museums strahlt. Im Planetarium können sich die Besucher nicht nur einen perfekten Münchner Nachthimmel ansehen, sondern auch den Himmel über jedem beliebigen Punkt der Erde. Oder so, wie er um Christi Geburt ausgesehen hat – oder wie er in 1000 Jahren aussieht.


„Aber natürlich befasst sich die Astronomie heute nicht mehr nur mit dem von der Erde aus sichtbaren Sternenhimmel“, sagt Gerhard Hartl, Kurator für Astronomie beim Deutschen Museum. „Wir wissen heute viel über den Aufbau des Universums und die zeitliche Entwicklung des Kosmos.“ Und auch das soll den Besuchern vermittelt werden. Dafür braucht es eine moderne Projektionstechnik, die nicht nur Lichtpunkte, sondern auch Bilder zeigen kann. Im neuen Planetarium sorgen sechs hochmoderne Digitalprojektoren des Zeiss-Velvet-Powerdome-Systems für brillante Bilder des Universums. Und machen virtuelle Reisen durchs All möglich. In zehn Minuten können die Besucher die 13,7 Milliarden Lichtjahre bis an die Grenze des beobachtbaren Universums zurücklegen – und dabei Planeten anfliegen und unser Sonnensystem oder die Milchstraße von außen betrachten.


Das sind deutlich mehr Möglichkeiten als 1925: Im Deutschen Museum ging damals das erste Projektionsplanetarium der Erde in Betrieb – auf Anregung von Oskar von Miller, dem Gründer des Deutschen Museums. Er wandte sich bereits 1913 wegen der Fertigung einer „drehbaren Sternkugel“ an Zeiss. Unter Federführung von Dr. Walther Bauersfeld entstand ein Planetarium auf der Basis optisch-mechanischer Lichtprojektion. Der erste Zeiss-Projektor brachte 4500 Sterne in der Kuppel in München zum Strahlen. Mit diesem und zwei weiteren Nachfolgemodellen hatte das Planetarium im Deutschen Museum mehr als 8,5 Millionen Besucher – zuletzt waren es rund 80 000 pro Jahr.

 

 

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